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Liebe Leserinnen und Leser,
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in Berlins Südwesten fließt wieder der Strom, jetzt beginnt das politische Nachspiel. Sie brauchen gute Nachrichten zu Beginn eines neuen Jahres zwischen Trumps Völkerrechtsbruch in Venezuela, seiner verstörenden Grönland-Rhetorik und einer EU, die wie gelähmt vor ihrer vielleicht größten Bewährungsprobe steht? Wie wäre es mit dieser: Mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet Forschung & Lehre, dass die US-Regierung eine empfindliche juristische Niederlage erlitten hat. Ein Berufungsgericht – in den USA die zweite Instanz – entschied in Boston, dass die National Institutes of Health (NIH) die Overheads für die Forschungsförderung nicht auf 15 Prozent deckeln darf. "Willkürlich und unberechtigt" sei dies und verstoße gegen geltendes Recht, befanden die Richter und bestätigten damit eine einstweilige Verfügung der Erstinstanz von März 2025.
Für die Universitäten geht es um Milliarden. Genau wie bei den hunderten Förderanträgen, die von den NIH zunächst abgelehnt worden waren, weil die Trump-Regierung ihre Forschungsgegenstände für unerwünscht erklärt hatte, etwa zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion. Ende Dezember einigte sich die NIH mit der American Civil Liberties Union und anderen Klägern vor Gericht darauf, über die betroffenen Förderanträge neu zu entscheiden – und bewilligte über 90 Prozent von ihnen. Hierüber hatte Times Higher Education (THE) berichtet, bevor Forschung & Lehre die Nachricht aufgriff.
Warum die zweite Meldung fast noch wichtiger ist als die erste? Weil sie zeigt, dass die Gerichte nicht nur häufig gegen Trumps wissenschaftsfeindliche Politik entscheiden – es sich für Universitäten und Forschungseinrichtungen also lohnt, standhaft zu bleiben und juristisch gegenzuhalten. Sondern auch, dass es in der US-Regierung immer noch einflussreiche Kräfte gibt, die bereit sind, sich zumindest Gerichtsbeschlüssen zu beugen. Schlimm allerdings, dass einen die Feststellung eigenlich selbstverständlicher Dinge dieser Tage bereits in ein Hochgefühl versetzen kann. Gleichzeitig werden Trumps Leute bereits alternative Schritte aushecken.
Dies ist der erste Wiarda-Newsletter im Jahr 2026 nach zwei wegen der Feiertage ausgefallenen Ausgaben. Im Blog war allerdings die ganze Zeit etwas los. Darum ist diese Ausgabe auch etwas umfangreicher. Scrollen Sie sich gern durch. Ich denke, es lohnt sich.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und von Herzen Gesundheit, Freude und Erfolg für das Jahr 2026. Möge es sich nach seinem Fehlstart als besser herausstellen als 2025.
Ihr Jan-Martin Wiarda
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Das virtuelle Kollegium
Wie zwölf Hochschulen ein bundesweit einzigartiges Studienmodell aufgebaut haben zwischen Online-Lehre, Präsenz und moderner Didaktik. Ein Interview über kleine Gruppen, Kooperation über Ländergrenzen hinweg – und die Bedeutung von Abbrecherquoten.
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Mut zur Messung
Eine nationale Finanzbildungsstrategie schien greifbar, dann wurde sie Opfer des Ampelbruchs. Jetzt stehen die Bildungsminister vor der Entscheidung, in der nächsten PISA-Studie die Finanzbildung ihrer Schüler prüfen zu lassen – oder sich wegzuducken.Mehr lesen...
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Warum Zuversicht jetzt politisch ist
Das Jahr 2026 wird mitentscheiden über den Fortbestand unserer Demokratie. Die schwarz-rote Koalition hat das Geld für den Aufbruch, doch ihr fehlt das Narrativ. Ein Essay über Angst, die Debatten verengt, und über Wege in den Optimismus. Geschrieben aus der Sicht eines Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten.
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Pakt unter Druck
MPG-Präsident Patrick Cramer forderte kurz vor Weihnachten eine halbe Milliarde zusätzlich für Max Planck und legte so Bruchlinien in der gegenwärtigen Forschungsfinanzierung offen. Inmitten von Sparpolitik und Hightech-Agenda steht der seit 2006 stets verlängerte Pakt für Forschung und Innovation am Scheideweg.
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"Entweder kommen wir durch Einsicht davon weg – oder wir lernen es auf die harte Tour"
Hundert Jahre DAAD, eine Welt im Umbruch: Joybrato Mukherjee über nationalistische Irrwege, "Our country first"-Logiken – und den Mut, Haltung zeigen.
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Die neue Geografie des Ausländerstudiums
Wie sich die geopolitischen Verschiebungen in der internationalen Studierendenmobilität niederschlagen. Ein Gastbeitrag von Britta Baron.
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1.000 Köpfe, 600 Millionen, ein Signal an die Welt
Kurz vor Weihnachten zieht das BMFTR mit großem Bahnhof Zwischenbilanz seiner neuen "Global Minds Initiative". Auch nüchtern betrachtet könnte das Programm den hochfliegenden Erwartungen gerecht werden.
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Fünf Milliarden, Erleichterung und viel Erwartungsdruck
Bund und Länder besiegeln offiziell den Digitalpakt 2.0 Was er beinhaltet – und wie die Minister jetzt über neue Formen der föderalen Zusammenarbeit verhandeln.
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Forschungssicherheit ohne Clearingstelle
Politik und Wissenschaft einigen sich auf eine Nationale Plattform zur Forschungssicherheit. Ein Kompromiss mit Potenzial – wenn er bei den Forschenden vor Ort ankommt.
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Ein Jahr unter Spannung
Die fünf meistgelesenen Texte im Wiarda-Blog 2025 erzählen von Entscheidungen, Machtfragen und dem Warten auf Veränderung.
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In eigener Sache: Lesen Sie den Wiarda-Blog häufiger?
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Viele Leserinnen und Leser – aber zu wenige, die bereit sind, den Wiarda-Blog zu unterstützen: So lautet die Bilanz am Ende des Jahres 2025. Der Dezember lief ausgesprochen gut, weil viele von Ihnen meinem dringenden Appell gefolgt sind. Danke dafür! Nur wäre es fatal, wenn es wie so oft schon bei einem Strohfeuer bliebe. Aufs ganze Jahr gesehen fehlten 15.000 Euro, nicht einmal das Ergebnis von 2024 wurde erreicht. Der Wiarda-Blog hat keinen potenten Mäzen, keinen institutionellen Träger oder Verlag im Hintergrund. Ich beziehe keine Fördermittel, ich habe nur meine Erfahrung, mein Wissen, meine Kontakte. Und Sie als Leser:innen und Unterstützer:innen. Seit bald elf Jahren können Sie auf sämtliche Artikel und Inhalte frei zugreifen. Die Frage, die ich mir zunehmend stelle: Was ist das der Bildungs- und Wissenschaftscommunity wert? Bitte helfen Sie, damit meine Arbeit weitergehen kann. Wenn Sie regelmäßig lesen, unterstützen Sie bitte regelmäßig. Jeder Betrag hilft. Hier können Sie den Blog unterstützen.Vielen Dank und von Herzen alles Gute für 2026! Beste Grüße Ihr Jan-Martin Wiarda
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Alles außer Geld
Zum neuen Jahr 20 Wünsche an die Bildungsrepublik. Als Inspiration für das, was im neuen Jahr Mut zum Handeln geben kann.
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