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Liebe Leserinnen und Leser,
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wissen Sie, was der BMI-Vertrag ist? Falls nein, dürfte Sie aber der Konflikt darum interessieren. Die Länder wollen mithilfe ihres Medieninstituts FWU aus dem digitalen Flickenteppich herauskommen. Doch in Schulen und EdTech-Branche fürchten viele, dass hier gerade ein neues Machtzentrum der Schul-IT entsteht – mit dem FWU als Gatekeeper und zulasten privater Bildungsinnovationen. Lesen Sie im Blog das Streitgespräch zwischen Bremens Staatsrat Torsten Klieme, FWU-Direktor Andreas Koschinsky und EdTech-Verbandschefin Anja Hagen.
Außerdem berichte ich diese Woche über Jens Spahns BAföG-Absage und die Reaktionen: von den Verbänden über den SPD-Koalitionspartner bis hin zum zuständigen BMFTR. Absehbar scheint: Der Streit um die von Schwarz-Rot versprochene große Anpassung geht in die nächste Runde. Der designierte Göttinger Unipräsident Johannes Wessels spricht im Interview über Unerschrockenheit, und der frühere SPD-Bildungspolitiker Ernst Dieter Rossmann mahnt im Gastbeitrag, die Millionen Analphabeten nicht zu vergessen. Und schließlich habe ich mich mit der früheren Berliner TU-Präsidentin Geraldine Rauch und der Wissenschafts-Influencerin Lisa Niendorf zum Podcast zusammengeschaltet.
Ich wünsche Ihnen viele Anregungen beim Lesen und Hören!
Ihr Jan-Martin Wiarda
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"Lassen Sie uns doch mal darüber reden, worum es eigentlich geht"
Was als technischer Vertrag zwischen den Ländern und ihrem Medieninstitut FWU begann, ist zum Grundsatzstreit über Macht, Markt und Gestaltungshoheit in der digitalen Bildung geworden: EdTech-Verbandschefin Anja Hagen, Bremens Staatsrat Torsten Klieme und FWU-Direktor Andreas Koschinsky über die Sorge vor einem staatlichen Gatekeeper, den Anspruch der Länder auf digitale Souveränität – und die Suche nach einem gemeinsamen Weg.
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Spahns Spiel mit dem BAföG
Der Unionsfraktionschef erteilt der Erhöhung staatlicher Leistungen eine Absage – und will die geplante BAföG-Reform gleich mit abräumen. Dabei hatte die Koalition den Streit über die Studienfinanzierung gerade erst mühsam beigelegt. Jetzt reagieren erste Sozialdemokraten: Die BaföG-Anpassung sei "fest vereinbart".
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"Erlauben Sie mir, da ein bisschen unerschrocken zu sein"
Zehn Jahre lang war Johannes Wessels Rektor der Universität Münster. Jetzt wurde er einstimmig zum neuen Göttinger Unipräsidenten gewählt. Ein Interview über Führung nach der Krise, die Macht großer Egos – und warum ihn nur diese eine Leitungsposition interessiert hat.
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Die verdrängte Bildungsfrage
Tabu Analphabetismus: Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben. Nach zehn Jahren Alpha-Dekade darf es deshalb keinen Förderabriss geben. Es braucht einen verbindlichen Neustart mit starken Strukturen, mehr Öffentlichkeit und verlässlicher Finanzierung. Ein Gastbeitrag von Ernst Dieter Rossmann.
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"Wir reden über ein ganzes System"
Geraldine Rauch und Lisa Niendorf sprechen bei "Wiarda wundert sich" über Machtmissbrauch, Social Media, Hochschulhierarchien – und das Bau-Fiasko an der TU Berlin.
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Einführung eines kostenpflichtigen Archivzugangs
Leider hat sich die Finanzierung des Wiarda-Blogs nicht weiter positiv entwickelt. Das lässt mir nun keine Wahl mehr. Ab dem 1. Juni 2026 bekommt der Blog einen kostenpflichtigen Archivzugang.
Neue Artikel bleiben frei zugänglich. Ältere Texte – nach vier Wochen – werden Teil des sogenannten Unterstützerbereichs, der Stück für Stück weitere Funktionen anbieten wird. Bestehende Unterstützer:innen erhalten den Zugang selbstverständlich ohne zusätzliche Zahlung – und unabhängig von ihrem künftigen Commitment. Das Archiv, berichten mir viele, sei über die vergangenen elf Jahre zu einer besonderen Chronik der Bildungs- und Wissenschaftspolitik geworden. Künftig hilft es mit, den Blog zu tragen.
Ich hoffe auf Ihr Verständnis. Und vielleicht gibt mein Schritt Ihnen ja auch Anlass, doch über eine Unterstützung nachzudenken. Falls Sie nicht schon längst zu den Unterstützern zählen. Die Höhe ist weiter Ihre Entscheidung. Und was mir ganz wichtig ist: Die aktuelle Berichterstattung bleibt für alle frei zugänglich. Das offene Prinzip des Blogs war und ist mir ein großes Anliegen. Ich hoffe, es ist auch das Ihre!
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Alles außer Geld - Mein Wunsch an die Bildungsrepublik
Heute von Ralph Bruder, Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg:
"Ich wünsche mir eine Wissenschaftspolitik, die stets den Anspruch vertritt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse gerade auch in politischen Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen sind, und die sich dabei der vielfachen Komplexität von Wissenschaft bewusst ist."
Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt.
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